Jetzt sind wir komplett!

Meine WG in Finnland ist seit Montag komplett und die ersten 4 Wochen in Helsinki sind fast vorüber. Genügend Gründe um mal wieder einen ausführlicheren Blogeintrag zu schreiben.
Nachdem Sergio, David, Justin und ich schon gar nicth mehr damit gerechnet hatten, klopfte es am Montag an die Tür unseres Appartments und unsere letzten beiden WG-Mitbewohner zogen ein. David und András aus Ungarn. Die beiden studieren Healthcare und sind für 3 Monate hier. Jetzt sind wir also komplett.
Mittlerweile sind auch fast die ersten 4 Wochen meines Auslandssemester um und es kehrt langsam Alltag ein. Ziemlich schnell ging die Zeit um, da hier ständig was los ist.
Da war zum Beispiel die Picasso-Ausstellung, über die hier in Helsinki jeder sprach. Im Ateneum wurde ein Art “Best-of” von Picassos Werken gezeigt. Fast 200 Stück, die alle aus dem Pariser Picasso-Museum stammen, das zurzeit renoviert wird. Dementsprechend lang war auch immer die Menschenschlange vor dem Museum. Besonders an dem Abend, wo man die Ausstellung für 5,- sehen konnte (Normalpreis 16 ,-). Das Anstehen lohnte sich aber: Interessant zu sehen, wie sich der Kunststil Picassos über die Zeit hin verändert hat. Außerdem war es spannend zu erfahren, was für ein kreativer und energiereicher Mensch Pablo Picasso gewesen sein muss. Mit 16 Jahren hat er angefangen Bilder zu malen sowie Skultpuren zu kreieren und hat erst kurz vor seinem Tod, mit 91 Jahren, aufgehört. In dieser Zeit sind so viele Kunstwerke enstanden, dass er im Durchschnitt 2 pro Tag geschaffen haben muss. (Wenn ich die Präsentation richtig verstanden habe)
Typisch Finnisches haben wir natürlich auch schon gemacht. Schlittschuhlaufen zum Beispiel. Eislaufflächen gibt es überall in der Stadt. Eine besonders schöne befindet sich übrigens vor der “Johanneksenkirkko” – im Süden von Helsinki. Anstatt sich auf dem Fußballplatz zu treffen und zu kicken, spielen die Kinder hier Eishockey und am Sonntag ist Familientreffen auf dem Eis.
Sauna stand auch schon auf dem Programm. Natürlich! Im Land der Saunen. Um einen Eindruck zu bekommen, wie wichtig das Schwitzen für die Finnen ist, braucht man sich nur folgende Zahlen angucken: Finnland hat 5 Millionen Einwohner und 1 Millionen Saunen. Also ist annähernd in jedem Haus eine Sauna vorhanden. Wie schon erwähnt haben wir auch eine auf dem Dach, mit direktem Zugang zur Terasse. So kann man sich zum Abkühlen in den Schnee schmeißen. Allerdings nur kurz, denn schnell fühlt es sich so an, als ob der Schnee die Haut zerschneidet. Die nächste Steigerung wird dann das Eintauch in ein Eisloch sein.
Die finnischen Studenten organisieren auch eine Menge für uns. Letzte Woche stand eine “Finish Culture Night” auf dem Programm. Es gab einen finnischen Film, der gott sei dank englisch untertitel war. Dazu gab es finnische Spezialitäten. Piroggen gefüllt mit Reis und als Beilage ein Gemisch aus Butter und hartgekochten Eiern. Nur bedingt empfehlenswert.
Im Rahmen des Unikurses “Finland Close-Up”, bei dem wir verschiedene finnische Firmen und Gebäude besichtigen, haben wir bereits einen Eindruck vom finischen Design bekommen, als wir die Glasdesigner von Iittala besuchten. Von der Idee bis zum fertigen Produkt wird alles direkt in Helsinki produziert. Einige Produkte sind so aufwendig in der Herstellung, dass sie nicht zu einem gewinnbringeden Preis verkauft werden können und so von anderen Produkten mitfinanziert werden müssen. Beeindruckend, dass es sowas in der heutigen Zeit noch gibt. Und auch interessant zu wissen: Viele der Glaskreationen von IKEA sind Kopien der Iittala Produkte …
Mit dem “Finland Close-Up”-Kurs haben wir außerdem das finnische Parlament besucht. Ein interessantes und beeindruckendes Gebäude, das absolut semetrisch konstruiert ist und dadurch zwar imposant aber etwas kühl und trist wirkt. Typisch für finnische Architektur und Inneneinrichtung ist übrigens, dass alles von einer Person ausgesucht und gestaltet wird. Von der Außenfassade, über die Kronleuchter bis hin zu den Sofas. So auch beim finnischen Parlament. Fotos gibt es unten in der Galerie.
Neben der Besichtigung des Parlaments gab es auch eine Diskussion mit der finnischen Politikerin Maria Guzenina-Richardson. Scheinbar ein kleiner Celebrity in Finnland, da sie für eine Politikerin verdammt gut aussieht, eine der jüngsten Abgeordnetin im finnischen Parlament ist und vor ihrer politischen Karriere Fernsehmoderatorin und MTV-VJ war.
Ihr seht, hier ist einiges los bei mir in Finnland. Die ersten Wochen waren wirklich ein wenig wie Urlaub mit lauter neuen Eindrücken und Bekanntschaften. Ich denke jetzt wird es langsam etwas “normaler” werden. Die Unikurse haben angefangen und es ist alles nicht mehr so “neu”. Zu berichten wird es aber sicherlich weiterhin genug geben. Die ersten Trips nach Tallinn, Lappland und St. Petersburg sind angedacht und in der Planung. Außerdem bin ich mir sicher, dass Finnland und Helsinki noch die eine oder andere Überraschung bereit halten.
Jetzt bin ich erstmal auf mein Paket aus Deutschland gespannt. Am 01.02. ist es in Rastede gestartet und beinhaltet hoffentlich ein wenig deutsches Bier. Denn mit dem Bier ist es hier wirklich schlecht bestellt. Davon aber das nächste Mal mehr.
Nähdään!

ich hoffe, dass das purer Wodka in deinem Glas ist. Sonst wäre dein Auftritt auf diesem Bild ganz schön traurig. Wo doch alle anderen Bier trinken. Naja…bei Sergio erkennt man es nicht. Aber das zählt nicht.
Cool one !
what a picture of us ! I didn´t see it before.
why ” ziti ” says my name marten ?
i don´t understand nothing. you have to translate me. I´m in a photoshop class, sudenly de teacher talked me in spanish, she´s mexican, and says that I have a fucking spanish accent. see you men